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Unter dieser Rubrik finden Sie alle Details zu aktuellen Projekte der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung.

Projekt „Service-Learning für Natur- und Umweltschutz in Kroatien – Ein deutsch-kroatisches Kooperationsprojekt für Studierende“

Die Lösung der globalen Fragen und Herausforderungen der Zukunft sind insbesondere für die junge Generation von wesentlicher Bedeutung, da sie nicht nur heute, sondern auch zukünftig mit den Folgen einer nicht nachhaltigen Entwicklung umgehen müssen. Zentrale Aufgabe ist es daher, junge Menschen zu motivieren und zu befähigen, eine umweltfreundliche und sozial gerechte Welt aktiv mitzugestalten. Die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung spielt dabei eine wesentliche Rolle.

Genau hier setzt das Projekt an und will das bürgerschaftliche Engagement von Studierenden im Bereich des Natur- und Umweltschutzes fördern. Das innovative Lernarrangement Service-Learning bietet dabei ein didaktisches Konzept, das die aktive Beteiligung junger Menschen an der Bewältigung tatsächlich vorhandener Aufgaben und der Lösung von Problemen im lokalen Umfeld fördert. 

Das Projekt:

Im Rahmen des Projekts werden Service-Learning Vorhaben in Zusammenarbeit zwischen der Universität Split und der kroatischen Umweltorganisation Sunce als außeruniversitärer Partner erarbeitet und umgesetzt. Dabei werden das Wissen und die Erfahrungen im Bereich des Service-Learning an deutschen Hochschulen aufgegriffen, aufgearbeitet und transferiert. Innovativ sind in diesem Projekt zum einen die Implementierung des Lernarrangements an den beteiligten Fakultäten der Universität Split sowie der spezielle Fokus des traditionell im sozialen Bereich angesiedelten Service-Learning auf Engagementvorhaben im Umwelt- und Naturschutzbereich.

Im Laufe des Projekts erfolgt u.a. ein Besuch der kroatischen Partner in Deutschland. Lehrende der Universität Split und Mitarbeiter der Umweltorganisation Sunce lernen dabei die praktische Umsetzung von Service-Learning an deutschen Hochschulen kennen und setzen sich mit dem theoretischen Hintergrund sowie der organisatorischen und strukturellen Anbindung  auseinander. Die erworbenen Erfahrungen und Kenntnisse werden in weiteren Workshops vertieft und münden in ein Konzept zur Umsetzung von Service-Learning an der Universität Split. Im Laufe eines Semesters entwickeln daraufhin die Studierenden Service-Learning Vorhaben zur Förderung des Umweltwissens und -bewusstseins in ihrer Stadt. Dabei fokussieren sie auf die Themenfelder „Nachhaltiger Tourismus“ und „Nachhaltiges Abfallmanagement“, da diese eine besondere Relevanz auf der lokalen Ebene in Split haben. Die Service-Learning Vorhaben führen die Studierenden im Rahmen von internationalen Umwelttagen sowie interaktiven Veranstaltungen durch und adressieren diese an Bürger der Stadt Split sowie Studierende der Universität Split. Die im Projekt gewonnenen Erfahrungen und Kenntnisse werden in Form einer Handreichung aufgearbeitet und mit Abschluss des Projekts als Online-Ressource zur Verfügung gestellt.
Das Projekt hat eine zweijährige Laufzeit (2016-2017) und wird von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung e.V. (DGU) in Zusammenarbeit mit dem kroatischen Verein für Natur, Umwelt und Entwicklung (Sunce) durchgeführt. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Aktuelles:

Service-Learning – erste Staffel erfolgreich abgeschlossen!

Die erste Studierendengruppe der Universität Split, die am Service-Learning Programm teilgenommen hat, ist um viele Erfahrungen und Einsichten reicher geworden und hält bereits das Zertifikat in den Händen. Für den Zeitraum November 2016 bis März 2017 blicken die Studierenden auf fünf handlungsorientierte Workshops, eine intensive Erarbeitungsphase sowie eine ereignisreiche öffentliche Veranstaltung zurück.
Nach einem gemeinsamen Kick-off im November 2016 folgten vier Workshop, in denen die Studierenden sich auf die Durchführung der öffentlichen Veranstaltung vorbereiteten. Bei den ersten beiden Workshops drehte es sich inhaltlich um die Themen „Nachhaltiger Tourismus“ und „Nachhaltiges Abfallmanagement“. Dabei wurden im ersten Workshop grundlegende Kenntnisse hinsichtlich einer verantwortungsvollen und umweltgerechten Abfallwirtschaft vermittelt. Nach einem theoretischen Input besuchten die Studierenden die lokale Mülldeponie, eine Papierrecycling-Anlage und die Kompostierungsanlage einer nahegelegenen Grundschule. Sie diskutierten mit den Betreibern, identifizierten wesentliche Probleme und erörterten mögliche Lösungswege. Im zweiten Workshop besuchten die Teilnehmer ergänzend zur theoretischen Einführung in das Themenfeld „Nachhaltiger Tourismus“ die Touristen-Regionen Omiš und Cetina und identifizierten Probleme sowie Lösungsvorschläge für einen nachhaltigen Tourismus. Abschließend besuchten sie das Hotel Split (Podstrana) und setzten sich konkret vor Ort mit Merkmalen eines nachhaltigen Tourismus auseinander. Der dritte Workshop stand ganz im Zeichen der Vermittlung von Handwerkszeug für die Durchführung öffentlicher Veranstaltungen sowie für die Arbeit mit Medien. Das Konzept für die öffentlichen Veranstaltungen zum Thema “Nachhaltige Abfallwirtschaft” sowie “Nachhaltiger Tourismus” erarbeiteten die Studierenden dann im darauffolgenden vierten Workshop. Die anschließende Erarbeitungsphase wurde durch eine Zwischenreflexion gestützt, in deren Rahmen die Studierenden den aktuellen Stand besprachen sowie den Arbeits- und Lernprozess reflektierten und die nächsten Schritte bis zur Durchführung der Veranstaltung planten.
Am 17. März 2017 war es dann soweit. Die Studierenden der Gruppe „Nachhaltiger Tourismus“ führten in der Fakultät für Wirtschaftswissen ein öffentliches Diskussionsforum mit über 80 Studierenden und Dozenten der Universität Split zum Thema “Nachhaltiger Tourismus ist möglich – keine Utopie!” durch. Als Experten für das Forum wurden u.a. der Geschäftsführer des umweltorientierten Hotel Split sowie ein Vertreter der Prementur Appartments der Insel Vis und Dozenten der Universität für Meeresbiologie sowie der Wirtschaftswissenschaften eingeladen. Die Beiträge der Experten wurden in anschließenden von den Studierenden geleiteten Arbeitsgruppen diskutiert und die Ergebnisse dokumentiert. Die Studierenden der Gruppe “Nachhaltige Abfallwirtschaft” installierten an zwei Orten der Fakultät für Chemie und Technik mit den “Grünen Inseln” Behälter zur Trennung der Abfälle (Papier, Plastik, Bioabfall). Im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung informierten sie die Studierenden und Dozenten der Universität Split über ihr Pilot-Projekt zur Abfalltrennung und besuchten die “Grünen Inseln” vor Ort. Zudem wurden über 70 Grundschulkinder zu einem Workshop in die Fakultät eingeladen, in dem ihnen die Studierenden auf kreative und spielerische Weise Wissen und Kenntnisse rund um das Thema „Abfalltrennung“ vermittelten. Ergebnisse waren zum Beispiel Kunstwerke aus Abfällen, die zukünftig in der Fakultät ausgestellt werden. Abschließend konnten die Kinder an einem Quizz teilnehmen und einen „Grünen Ausflug“ mit der Organisation Sunce gewinnen.
Alles in allem war die erste Staffel ein voller Erfolg. Spannend bleibt, wie sich die zweite Gruppe im Rahmen des Service-Learning in ihrem Umfeld engagieren wird!

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Lernen aus der Praxis – Service-Learning an Universitäten in Deutschland

Mitte Juni 2016 war es soweit. Jeweils zwei Vertreter der Fakultät für Chemie und Technik, der Universitätsabteilung für Meeresforschung, der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften, sowie der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Split und drei Mitarbeiter der Organisation Sunce besuchten ausgewählte Universitäten und deren Engagementpartner in Deutschland. Die Service-Learning-Tour führte von Erfurt über Kassel nach Essen.

An der Universität Erfurt tauschten sich die Teilnehmer mit Prof. Dr. Alexander Thumfart sowie engagierten Studierenden darüber aus, wie Service-Learning im Rahmen des „StudiumFundamentale“ mit Fokus auf Bildung für nachhaltige Entwicklung umgesetzt wird. Ergänzend dazu besuchte die Gruppe den Engagementpartner NaturErlebnisgarten „Fuchsfarm“ mit dem die Universität Erfurt vielfältige Service-Learning Projekte im Natur- und Umweltschutzbereich realisiert. Danach führte der Weg weiter in die Mitte Deutschlands, an die Universität Kassel. Dort trafen sich die Teilnehmer mit Dr. Imke-Marie Badur von der Koordinerungsstelle für Service-Learning UniKasselTransfer und Geschäftsführerin des deutschlandweiten Hochschulnetzwerks für Service-Learning und profitierten von der umfangreichen Expertise und der langjährigen Erfahrung im Service-Learning. Anschließend  besuchte die Gruppe die Organisation „Die Kopiloten e.V.“, einen Engagementpartner der Universität Kassel und konnte einen Einblick in beispielhafte Service-Learning Projekte sowie das beeindruckende gesellschaftliche Engagement des Vereins gewinnen. Danach ging es weiter westwärts zur Universität Duisburg-Essen. Dort nutzten die Teilnehmer die Chance und tauschten sich mit Karsten Altenschmidt und Jörg Miller von der Koordinierungsstelle für Service-Learning UNIAKTIV über die Umsetzung von Service-Learning an der Universität Duisburg-Essen aus und hatten zudem die Möglichkeit einen Einblick in das europäische Netzwerk für Service-Learning zu bekommen. Die Service-Learning-Tour durch Deutschland wurde mit einem Workshop abgerundet. Im Workshop wurden die erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen der vorhergehenden Tage reflektiert und aufgearbeitet und die beteiligten Fakultäten erarbeiteten erste Konzeptideen für  die Umsetzung ihres Service-Learning Projekts an der Universität Split. Mit einem Koffer voller Handwerkszeug für die Umsetzung von Service-Learning ging es dann am nächsten Tag zurück nach Split mit dem Ziel, das erste Service-Learning Projekt im Wintersemester 2016/2017 zu starten.

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Auftaktworkshop mit allen Projektbeteiligten in Kroatien

Am 5. April 2016 fand in Spilt der Auftaktworkshop für alle am Projekt beteiligten Partner statt. Teilgenommen haben Vertreter der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, der Fakultät für Chemie und Technik, der Universitätsabteilung für Meeresforschung, der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Mitarbeiter der Umweltorganisation Sunce. Im Mittelpunkt des Auftaktworkshops standen neben einem gemeinsamen Kennenlernen die Inhalte, Schwerpunkte und Ziele des Projektes.

Nach der Vorstellung des Gesamtprojektes wurde das Konzept Service-Learning mit besonderem Fokus auf die Ziele, Struktur und Elemente vorgestellt und die Teilnehmer setzten sich mit der Frage „Was ist Service-Learning?“ auseinander. Ergänzend führte die Organisation Sunce in die inhaltliche Ausrichtung der Service-Learning Vorhaben - die Themen „Nachhaltige Abfallwirtschaft“ und „Nachhaltiger Tourismus“ – ein und gab einen Einblick in die bisherigen Erfahrungen im Service-Learning sowie die Ideen zur Kooperation mit Sunce als außeruniversitärem Engagementpartner. In einem weiteren Schritt sammelten und diskutierten die Teilnehmer ihre bisherigen Erfahrungen mit Service-Learning und führten ihre Wünsche und Visionen hinsichtlich der Implementierung von Service-Learning an ihrer Fakultät auf.

Das Feedback der Teilnehmenden zu ihren Vorerfahrungen sowie ihren Wünschen und Visionen gepaart mit den Erwartungen an den Besuch der Universitäten in Deutschland bildeten zusammen ein rundes Ergebnis, auf dessen Grundlage die Studienreise im Juni 2016 geplant und konzipiert wird.

Am Ende des erfolgreichen Auftaktworkshops verabschiedeten sich alle Teilnehmenden in erwartungsvoller Freude auf den Austausch zum Service-Learning ausgewählter Universitäten in Deutschland.  

 

Informationen zum Projekt

Bildung

   

Bildung

Juni 2016 Service-Learning-Tour in Deutschland

Bildung

April 2016 Auftaktworkshop mit allen Projektbeteiligten in Kroatien

Bildung

Januar 2016 Start des Projektes

 

Kontakte

Land

Deutschland

Stephanie Pröpsting
 
+49-(0)30 838-52744
proepsting@institutfutur.de

Kroatien

Gabrijela Medunić-Orlić
Sunce
Udruga za prirodu, okoliš i održivi razvoj
Obala hrvatskog narodnog preporoda 7/III
21000 Split Croatia
+385 21 360 779
gabrijela@sunce-st.org